Montag der 6. und Dienstag der 7.3.2017: Chris Mennel als
Komparse beim "Dreigroschenfilm"

Chris ist einer von etwa zwölf Arbeitern in der fiktiven Fabrik von Peachum, in der die Ausstattung für Bettler gewerblich produziert wird. Zugleich mit den Arbeitern befinden also Bettler in der Fabrik, denen die Arbeiter Schein-Prothesen anpassen und die sie mit Bettelkleidung versehen. Brecht formuliert diese "Firma" als zynische Spiegelung der Ziele und der Moral eines kapitalistischen Betriebes.

Peachum singt ein Lied der Dreigroschenoper in seiner Fabrik, empfängt den neuen Bettler Finch, streitet sich mit Seeräuber-Jenny, die mit einer Gruppe Huren in die Fabrik spaziert, und hat einen Disput mit einem Trupp hereinstürmender Polizisten ("Constablern"), der zu einem Versuch der Verhaftung der Arbeiter und Bettler in der Fabrik führt.

Doch es geschieht eine magische Wandlung hin zu einem nächsten Dreigroschen-Lied, gesungen von Peachums Frau, über die Bestechlichkeit des Menschen, zu dem die Huren einen lasziven Tanz aufführen. Bettler und Constabler laufen nebeneinander auf diesen Tanz zu, als sei er ein Pfingstwunder.

In dieser Sonder-Homepage des BVJA seht ihr Fotos rings ums Filmgeschehen, weit weg von dem, was dann im Film auftaucht, nah dran an dem, was gut war:

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Blick nach oben in die von Nebeln durchwaberte Fabrikhalle. Da hängen Papp-Menschen in Wegwerfkleidung. Sie unterstreichen das Fiktive, Monströse dieses Raumes. Die zwei Brecht-Lieder, die hier mit Komparsen im Hintergrund gesungen wurden, hatten einen guten Text, der das denkerische, rebellische, originelle und poetische Talent von Berthold Brecht mal wieder zeigte.