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Los geht´s.

Der BVJA befasst sich zwar mit Filmedrehen. Aber unsere Filme haben wenig Etat und passen sich nicht an die Maßstäbe von Fördergremien an. Zum Drehen von "großem Kino" haben wir keinen Draht.

Dann kam 2017 diese Werbung links plus ein persönlicher Anruf vom Komparsen-Regisseur: "Ihr seid doch Film-Fans - könnt ihr bei uns als Komparsen anheuern?" Ja schön, wenn wir so nett direkt gefragt werden - zwei von uns folgten dem Aufruf und spielten ihre Rollen.

Dieses erste naive Hineinstolpern in einen mit enormem Fördergeld ausgestatteten Kinofilm bekommt hier eine eigene Homepage.

Die Gestalten, die sich um die kommerziellen Filmdreh-Aktionen in Deutschland herum ballen - und es sieht weltweit wohl vergleichbar aus - sind sich einig: Filmdrehen ist etwas Schönes. Hier setze ich mich enorm ein. Hier geht es oft zermürbend zu. Aber hier findet ein fortgeschrittenes Dasein, Dabeisein und Mitschaffendürfen statt.

Mir - Chris - will es scheinen, dass dabei der unscheinbare Job des Komparsen ein heimlicher Joker im Spiel ist. Du stehst zwar nicht auf der Liste der Gestalten, die im Vor- oder Nachspann eines Films genannt werden. Also niemand rühmt dich auch nur im Geringsten. Aber nur du gehst hinein und kommst nach einem Tag wieder heraus aus einem Job, der ansonsten Monate, gar Jahresteile eines Menschenlebens in Anspruch nimmt beim stetigen Dabeiseinmüssen in kleinschrittigen professionellen Groß-Film-Puzzles.

Also ein ganzer Großfilm - das ist Stress. Ein Komparsentag - das ist faul. Und es bringt aber Einblick. Wir Komparsen sind Touristen im deutschen Filmgeschehen. Problem macht die Kurzfristigkeit, in der du gerufen wirst - zwei Tage vorher erst, und manchmal kommt noch am Vorabend eines Filmdrehs die Anfrage.

Thema "Karriere": Die machst du nicht als Komparse. Du schaffst von diesem Seitengleis aus nicht den Sprung zum Schauspieler. Dazu brauchst du eine ausgefeilte Eigen-Präsentation und in der Praxis leider eine Agentur. Komparse ist nur ein Spaß, kein Sprungbrett.

Stichwort "Job": Vergesst das Honorar. Nach Abzug von zuviel Steuer, Fahrtkosten und wasweißich bleibt beim Komparsenspielen zuwenig übrig: Formal 80 Euro pro Tag schrumpfen zu 50 netto.